Die (Neue) Große Bergstraße unterstützen mit ‘Altona Bringt’s‘ – leider ohne Unterstützung der Mehrheit in der Bezirksversammlung. SPD Altona-Altstadt: „Ein großer Fehler!“

 „Harte Zeiten erfordern Zusammenhalt“ steht in Großbuchstaben auf der Internetseite www.altona-bringts.de: Dieses tolle Projekt will Kunden ermöglichen, Online lokale Betriebe im Altonaer Kerngebiet zu finden, die ihre Produkte und Dienstleistungen in Zeiten der Corona-bedingten Einschränkungen weiterhin anbieten. Es steht für sofortige Hilfe in einer für uns alle schwierigen Situation und soll auch langfristig helfen unseren lokalen Einzelhandel gegenüber internationalen Online-Anbietern wettbewerbsfähig zu machen. Von der Sternschanze bis nach Ottensen liegt dabei Altona-Altstadt im Herzen dieses virtuellen Marktes, welcher auch den Einzelhandel in den Einkaufsstraßen in der Großen Bergstraße und der Neuen Großen Bergstraße umfasst.

Ein gelungenes und fortschrittliches Projekt, das wir als örtliche SPD in Altona-Altstadt gerne unterstützen: Es hat uns daher gefreut, dass die Altonaer Bezirksversammlung Ende März eine Anschubfinanzierung von knapp 10.000 Euro genehmigte. Als es dann von der lokalen Projektinitiative einen weiteren Zuwendungsantrag über 12.000 Euro für den Projektfortgang gab, hielten wir die Bewilligung für einen Selbstgänger – denn was sind 12.000 Euro letztlich bei 1,5 Milliarden, die Hamburg für die Bewältigung der Folgen der Corona-Krise aufwenden will? Eine sinnvolle Investition vor Ort! Wäre das nicht die vielfach beschworene praktische und unkomplizierte Förderung von lokalen Geschäften und Restaurants? Klar!

Es ist mittlerweile bekannt: Der Antrag der SPD wurde in der Altonaer Bezirksversammlung mit der Mehrheit von GRÜNEN und LINKEN abgelehnt – und das, obwohl die Idee, im Altonaer Kerngebiet, gezielt lokalen Händlern und Dienstleistern eine Onlineplattform zu bieten um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, nicht nur toll angenommen wurde sondern auch bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. So hatte der STERN es, als eines von bundesweit (!) 3 Projekte als Leuchtturmprojekt journalistisch dargestellt, mit denen beispielhaft lokale Bemühungen vom Einzelhandel gewürdigt werden. Dieses Projekt hätte es verdient, weitergehend durch die Bezirkspolitik unterstützt und gefördert zu werden – aber leider fehlte hierfür noch der politische Willen bei anderen Fraktionen, was wir nicht verstehen: Auf Bundes- und Landesebene werden zurzeit riesige Summen bewegt um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufzufangen. Wir hätten hier auf Bezirksebene, mit einem niedrigen fünfstelligen Betrag, einen spürbaren Beitrag leisten und ein wichtiges Zeichen setzen können, dass wir dem lokalen Einzelhandel in Krisenzeiten und darüber hinaus beistehen! Schade, dass diese Chance für Altona verpasst wurde!