Gemeinsam bauen wir die Partei der Zukunft

Kandidatur für den Kreisvorsitz der SPD Altona

Liebe Genossinnen und Genossen,

gemeinsam haben wir in der SPD Altona in den letzten Jahren viel bewegt. Besonders beeindruckend waren unsere von vielen Ehrenamtlichen getragenen Wahlkämpfe und der Zusammenhalt während der COVID-19-Krise. Gerade in diesen bewegten Zeiten wollen wir als SPD ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindern. Um unsere Vision einer sozialen, solidarischen Gesellschaft zu erreichen, müssen wir neue WählerInnenschichten ansprechen und wieder stärkste politische Kraft in Altona werden. Wir brauchen frische Ideen, neuen Schwung und viel Engagement. Dazu möchte ich mit euch gemeinsam einen Beitrag leisten und insbesondere die unten aufgeführten Schwerpunkte in Angriff nehmen. In Gesprächen mit sehr vielen von euch über die letzten Monate habe ich mich deshalb dazu entschlossen, als Kreisvorsitzender der SPD Altona zu kandidieren.

Meine Vision ist eine mitgliederstarke, begeisterte, schlagkräftige SPD Altona, die alle mitnimmt. In einem nachhaltigen, modernen, lebenswerten, von Zusammenhalt geprägtem, sozial gerechten Altona für alle Generationen und Menschen aller Hintergründe. All das wird nicht von allein kommen. Wir können es nur erreichen, wenn wir unmittelbar und entschlossen die richtigen Schritte einleiten. Aber wir müssen auch bereits heute die Grundlagen für unseren langfristigen Erfolg schaffen. Dafür will ich mich mit euch gemeinsam einsetzen:

1 SPD Altona als treibende inhaltliche Kraft für soziale Gerechtigkeit etablieren
Wir sind immer dann gut, wenn wir mutig sind – wie zum Beispiel bei dem von uns angestoßenen und geleiteten Einsatz für niedrigere Ticketpreise im HVV. So machen wir die SPD Altona zur treibenden inhaltlichen Kraft in Hamburg. Themen, die mir besonders am Herzen liegen, sind das Schließen der Wohlstandsschere und das Verhindern eines weiteren ökonomischen Auseinanderdriftens der Gesellschaft. Gemeinsam mit Euch möchte ich Ideen entwickeln, um den ökologisch und sozialen Umbau unserer Wirtschaft und Gesellschaft zu ermöglichen. Hier ergeben sich gerade auch rund bei den Konjunkturprogrammen im Rahmen von COVID-19 gestalterische Möglichkeiten für Hamburg und Altona, die wir nicht verpassen dürfen. Drittens sehe ich – gerade auch aus meiner beruflichen Tätigkeit im Umfeld der Pflege – großen Handlungsbedarf, was den Zusammenhalt der Generationen betrifft. Die Programmdiskussionen, die wir im letzten Jahr durchgeführt haben, können ein Beispiel dafür sein, wie diese inhaltliche Arbeit, bei der alle mitmachen können, aussehen kann. Die gemeinsam entwickelten Forderungen werden wir entschlossen in den Gremien und der Öffentlichkeit vertreten.

Weitere inhaltliche Vorstöße und Schwerpunkte findet ihr hier in unserer Antrags-Datenbank!

2 Unsere Kampagnenfähigkeit ausbauen
Ihr alle habt gesehen, wie gerne wir Wahlkampf machen. Mit einem kreativen, engagierten und geeinten Wahlkampf in allen Teilen von Altona werden wir bei der Bundestagswahl den Wahlkreis für die SPD verteidigen und wieder die stärkste politische Kraft in der Bezirksversammlung werden. Gleichzeitig hat die Erfahrung aus den letzten Jahren gezeigt, dass wir es über themenbezogene, relevante Kampagnen auch zwischen den Wahlen schaffen können und müssen, bei den Menschen in den Stadtteilen präsent zu sein. Dafür entwickeln wir neue Formate – online wie offline. Dazu gehören mobile Infostände, mit denen wir große Zahlen an engagierten Mitgliedern an diversen Orten in Altona gleichzeitig einsetzen können. Durch eine gezielte Online-Kampagne, manchmal auch mit unerwarteten Inhalten oder über neue Medien und Apps, ergänzen wir diese starke Kampagne. Eine vereinigte Wahlkampf-Kommission aus Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen wird regelmäßig tagen.

3 Vernetzung mit den Akteuren in den Stadtteilen stärken
Durch eine stärkere Vernetzung mit den Gemeinden, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden und Organisationen in Altona können noch viel stärker ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens der Menschen werden. Die Kreispartei sollte diese Arbeit koordinieren und für die anderen Organisationen immer ein starker Partner sein. Auch möchte ich als Kreisvorsitzender anregen, dass es mehr Stadtteilbüros gibt, um die Sichtbarkeit unserer Partei weiter zu erhöhen. Die Menschen sollen erkennen können, dass wir es sind, die sich für erreichbaren Verkehr, lebenswerte Stadtteilentwicklung und den Zusammenhalt in den Stadtteilen einsetzen. Denn hier bei uns in Altona entscheiden sich die wichtigen Verteilungs- und Gestaltungsfragen der Zukunft. Dazu gehört das Bauen nachhaltiger, ansprechender und bezahlbarer Wohnquartiere genau so wie eine Verkehrsplanung, die noch stärker auf den öffentlichen Nahverkehr setzt.  Auch für die Gewerbetreibenden können wir einiges tun: Müssen die Einkaufsstraßen in Altona und der ganzen Stadt nur von großen oft gleich aussehenden Ketten dominiert werden? Oder kann es uns gelingen die kleinen Gewerbetreibenden und Unternehmen, die mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und hoher Wertschöpfung vor Ort aktiv sind in Altona langfristig eine Perspektive geben? Gerade auch bei diesem Thema können wir uns entscheidend vom politischen Wettbewerb absetzen.

4 Parteiarbeit transparent, wertschätzend und gleichberechtigt erneuern
Unsere Stärke als Partei sind die Erfahrungen, Hintergründe, Energie und das Wissen unserer tollen Mitglieder. Eine moderne Parteiarbeit muss dem gerecht werden und die Mitglieder ins Zentrum rücken. Daher werde ich mich einsetzen für Entscheidungen von unten nach oben, transparente und basisdemokratische Besetzungsprozesse, transparenten Zugang zu Informationen und einen wertschätzenden Umgang miteinander, der alle unsere Mitglieder motiviert. Außerdem will ich alle Ebenen unserer Partei besser miteinander vernetzen.

Ein Thema, das mich diesbezüglich besonders bewegt, ist der Zusammenhalt zwischen den Generationen. Bereits in meiner Zeit als Vorsitzender unserer Jugendorganisation habe ich die Zusammenarbeit zwischen Jusos und AG60Plus aktiv vorangetrieben. In der AWO setze ich mich bereits seit Jahren für die Mehrgenerationenarbeit, die offene Seniorenarbeit und den Austausch zwischen Menschen der unterschiedlichsten Hintergründe ein. Doch gerade auch für jüngere Mitglieder müssen wir Perspektiven schaffen, um als Partei attraktiv zu wirken. Gerade politisiert sich um die Klimabewegung herum eine ganze Generation. Andere junge Menschen, beispielsweise in den Pflegeberufen oder im Dienstleistungssektor, finden mit ihren wichtigen Themen oft gar kein Gehör oder nur dann, wenn es in unserer Mediengesellschaft für wenige Augenblicke „en vogue“ ist. Wir als Sozialdemokratie müssen sie für unsere Arbeit und unsere Themen zu begeistern, um als SPD in Hamburg unsere erfreuliche Stärke halten zu können und unseren Beitrag zu leisten, um der SPD bundesweit wieder auf die Sprünge zu helfen. Stellt euch vor, was für riesige Potentiale wir freisetzen können, wenn wir die Erfahrung und das Wissen der Älteren kombinieren mit der Energie und dem Tatendrang der jüngeren Generationen. Wir als SPD in Altona wollen unseren Beitrag dazu leisten, den richtigen gesellschaftlichen Rahmen dafür zu schaffen.

Zudem ist es mir wichtig, mit meiner Kandidatur das Ehrenamt wieder stärker in den Vordergrund zu bringen. Die Stärke unserer Partei – und das macht mir große Hoffnung – sind unsere Mitglieder mit all ihren Talenten, Wertvorstellungen und Erfahrungen. Seit über 15 Jahren bin ich Mitglied in unserer SPD. In dieser Zeit habe ich in unterschiedlichen Funktionen Verantwortung für unsere Mitglieder übernommen. Ich habe nie mit der Politik oder im politiknahen Bereich mein Geld verdient und will mir diese Unabhängigkeit auch in meiner Arbeit als Kreisvorsitzender beibehalten. Ganz bewusst möchte ich mit meiner Kandidatur das Ehrenamt stärken und gleichzeitig für unsere hauptberuflichen Politiker eine starke Plattform schaffen, von der aus sie ihre Arbeit organisieren können.

5 Gemeinsam neue Mitglieder gewinnen
Mein Ziel ist es, wieder eine Parteiarbeit zu ermöglichen, die uns als Mitglieder motiviert, begeistert für die Mitgliedschaft in unserer SPD zu werben. Dies werden wir flankieren durch eine Mitgliederoffensive mit Veranstaltungen, modernen Formaten und ansprechendem Material, das allen Distrikten und Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung gestellt wird. Die wichtigsten Botschafter unserer sozialdemokratischen Vision sind unsere Mitglieder überall in den Stadtteilen. Es ist mein erklärtes Ziel, langfristig ein signifikantes Mitgliederwachstum zu erreichen. Gemeinsam und mit neuer Begeisterung für eine neue Art der Zusammenarbeit, die auf die Stärken aller Mitglieder aufbaut und alle mitnimmt, können wir das schaffen!

Ich verspreche euch, das Amt des Vorsitzenden mit vollem Herzblut auszufüllen. Ich verspreche, für alle Mitglieder da zu sein und jeden Tag aufs Neue mit voller Energie danach zu streben, unseren Kreisverband weiter voranzubringen. Denn Kreisvorsitzender dieses wundervollen Verbandes sein zu dürfen, bedeutet für mich zweierlei: ein herausragendes Ehrenamt und ein unglaubliches Privileg.

Ich bin überzeugt, gemeinsam mit euch diese und weitere Punkte mit hoher Energie und Spaß an der Sache umsetzen zu können. Ich freue mich über eure Unterstützung und auf viele gute Gespräche in den kommenden Wochen.

Euer Sören

P.S. hier gibt es unser ausführliches Arbeitsprogramm 2020/2021 für die SPD Altona